Montag, 13. Mai 2013

Unternehmen Zukunft - Ein Wohnzimmer rüsstet auf

Was wären wir bloß ohne unsre digitalen Helferlein. Wahrscheinlich ziemlich gelangweilt, und der Blutdruck wäre öfter im Normalbereich zu finden. Doch kommen wir zu Sache!
Seit Jahren steht in meinem Wohnzimmer ein PC, der als Medienzentrale dient. Er läuft noch unter Windows XP, Filme und Musik werden mit „XBMC“ verwaltet. Aus verschiedenen Gründen war ich mit dieser Lösung nicht so ganz zufrieden. Für den ganztägigen Betrieb frist zu ein PC der nur zur Bespaßung gedacht ist zu viel Strom. Will man dann doch einen Film sehen, dauert es fünf Minuten und mehr bis die Mühle hochgefahren ist. Kurz – eine andere Lösung musste her.

Android scheint inzwischen die Allzweckwaffe zu sein. Bei Conrad wurde vor kurzem ein Stick annonciert, der mich dann doch schwach werden ließ. Ursprünglich sollte ja ein „Raspberry Pi“ das Spielzeug der Wahl werden, doch das ist eine andere Geschichte. Die neue Steuereinheit heißt „Joy-IT Mini-PC Android 4.1“ und hat grob folgende Spezifikation:

  • Cortex-A9 RK3066 (2x 1,4 GHz) Dual-Core-Prozessor
  • 4 GB interner Speicher / 1024 MB DDR3 Arbeitsspeicher
  • Android™ 4.1 Betriebssystem
  • Mali400MP4 Quad-Core-Grafik
  • Bluetooth® 4.0 integriert

Ausstattung

  • Full HD Wiedergabe
  • Interner Speicher bis max 32 GB erweiterbar über MicroSD
  • Video Formate: AVI, RM, RMVB, MKV, MOV
  • Bilder Formate: JPG, BMP, GIF
  • Audio Formate: MP3, WMA, 3GP, WAV
  • Unterstützt Flash Version 11.1, HTML 5.0
  • HDMI 1.4
  • Stromanschluss über 2x USB-Ports oder USB-Micro Netzteil.

Lieferumfang

  • Mini-PC
  • USB-Netzteil
  • HDMI-Kabel
  • USB-Kabel
  • Anleitung.

USB Festplatten und USB Sticks benötigen keine FAT 32 Formatierung, denn dieser Stick unterstützt NTFS, laut Aussage von Conrad. Zur Zeit (13.05.13) kostet das Gerät 69,95 Euro.
Wlan wird zwar unterstützt, doch ist mir eine Kabellösung lieber. Beim Filmabend möchte ich Übertragungsfehler weitgehend ausschließen können. Glücklicherweise funktionieren mit dem Stick „USB to RJ45“ Verbindungen. Der bei Amazon für 10,95 Euro erstandene „Edimax EU-4208 USB 2.0 Fast-Ethernet-Adapter“ erledigt seine Arbeit ganz hervorragend, es sind keine weiteren Treiber von Nöten.
Da der Joy-It nur zwei freie USB Ports hat, ist ein USB Hub sehr zu empfehlen. Daran kann man dann Festplaten etc. anschließen. Auch eine kleine Funktastatur habe ich dort angeschlossen, „Anker® Mini Bluetooth Handheld Tastatur Keyboard mit Multi-Touchpad“ (ca. € 25,-/Amazon). Das Ding ist so groß wie eine normale Tv Fernbedienung, und wäre eigentlich optimal für das Heimkino. Nur leider taugt das Ding gar nichts! Die Tasten lösen oft mehrfach aus, das Touchpad tut gar nichts. Für dasselbe Geld habe ich mir nun eine Logitech K400 bestellt. Die ist zwar um einiges größer, dafür bekomme ich jedoch bessere Qualität. Schade eigendlich.

An den Fernseher wird das ganze mittels HDMI Kabel angeschlossen. Ton und Bild über eine einzige Verbindung begeistert mich immer noch. Die Bildqualität ist wirklich gut, mit den entsprechenden Apps lassen sich auch die Mediatheken von ARD, ZDF und anderen bequem durchforsten. Das Tempo ist dabei um einiges höher als bei meinen Philips TV Apps. In diesem Punkt ist mein TV dank Android wirklich smart. So das Bildmaterial es hergibt ist auch YouTube die helle Freude. Langsam werde ich überzeugt, der Stream ist die Zukunft der Unterhaltung.

Doch bis es soweit ist, benötigen wir noch unsere Konserven!  Auch für Android gibt es seit Anfang des Jahres „XBMC“, für mich immer noch das schönste Mediacenter. Die Bedienung ist im grossen Ganzen analog zur gewohnten PC oder Linux Version. Nur habe ich teilweise doch einige Tonprobleme. Einige Filme geben nur Störungen aus, weiterhin ist der Ton/Bild Versatz ziemlich groß. Ein großes Manko der Original XBMC Version ist die mangelnde Hardwareunterstützung. Hier soll alles die Software bewältigen. Bei Musik funktioniert das ja auch alles bestens, bei Filmen leider nur in der SD Auflösung, und das auch nicht immer. Ich werde wohl forschen müssen wie man einen externen Player einbindet, es soll ja gehen.
Da sind wir auch schon beim nächsten Punkt. Niemand muss sich vom Traum einer kompakten und leistungsfähigen Steuereinheit verabschieden. Der „MX Player“ aus Googles PlayStore frisst und verdaut einfach alles! Diese App versteht sich auf Hardware-decoding. Alle Filme, ob SD oder HD, waren sofort Lippensynchron.

Soweit weit der erste Teil meines Abenteuers „Multimedia Zukunft“. Das Grundsätzliche läuft, benötigt jedoch noch einigen Feinschliff. Über dies und auch weitere Einsatzgebiete der neuen Zentrale werde ich an dieser Stelle berichten. So stay tuned …

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